Funktionelles Training -Darum solltest du es unbedingt ausprobieren

Funktionelles Training ist für alle Altersklassen und Leistungsniveaus sehr gut geeignet. Traditionelles Krafttraining verbessert lediglich die allgemeine Kraft und Kondition, doch moderne Trainingsmethoden wie Funktionelles Training beziehen sportartspezifische und alltagsrelevante Bewegungsmuster mit ein.

Funktionelles Training gegen alltägliche Bewegungsdefizite

Eine Mutter mit einem 8 kg schweren Kind auf dem Arm, die ein 3 kg schwere Tasche aus dem Auto holt, braucht in diesem Fall nicht nur Kraft in den Armen, sondern auch Rumpfstabilität, Gleichgewichtssinn und einen koordinierten Bewegungsablauf.

Jemand der 35 bis 45 Stunden in der Woche im Sitzen vor einem Computer oder auch im Stehen mit falschem Schuhwerk verbringt, wird mit der Zeit bei all diesen Fähigkeiten ein Defizit verspüren.

Bei Menschen mit überwiegend sitzender oder stehender Tätigkeit sollte besonders auf dieses Defizit geachtet werden, damit der Fokus im Training optimal auf den Schwächen des Trainierenden liegt. Personen, die zum Beispiel einer sitzenden und einseitigen Belastung im Alltag nachgehen, haben oft mit der häufigen Fehlstellung der oberen Körperhälfte, dem Rundrücken oder auch Hohlrücken zu kämpfen.

Mit funktionellem Training Verletzungen vorbeugen

Funktionelles Training. Beispielübung

Dies wird früher oder später nicht nur zu Leistungseinbrüchen, sondern auch zu Verletzungen führen. Es schleichen sich muskuläre Dysbalancen, eine optisch unästhetische Haltung und viele weitere Defizite ein. Man wird Tag für Tag schwächer und anfälliger für Verletzungen.

Im Vordergrund des funktionellen Trainings stehen daher die Qualitäten von multidirektionalen Bewegungsabläufen, Muskelfunktionen und die Leistungssteigerung von Basisfähigkeiten, in Bezug auf deren sportartübergreifende und alltagsorientierte Bedeutung.

Die Grundidee stammt aus der Sport- und Physiotherapie. Dort stärken die ganzheitlichen Übungen lädierte Muskeln und Gelenke.

Trainiere vielseitig statt einseitig

Die wichtigsten Ziele im funktionellen Training sind Verletzungsprophylaxe, Ausgleich von muskulären Dysbalancen, die Stabilisation von Gelenken ebenso wie des Rumpfes, sowie die Sensomotorik.

Denk daran, dass nicht jeder schwere Kniebeugen mit der Langhantel ausführen kann, aber Monate lang auf der Beinpresse zu verbringen ist definitiv nicht der richtige Weg zur „wahren Fitness“. Achte darauf, dass dein Training vielseitig ist. Nutze Übungen mit deinem eigenem Körper. Benutze verschiedenes Equipment, perfektioniere von dir erlernte Bewegungsabläufe.

Ein entscheidender Vorteil: Dein Körper wird, durch die komplexen Übungen, als Einheit gekräftigt und nicht nur in seinen Einzelteilen optimiert. Du wirst schneller, stärker und beweglicher, wodurch deine Haltung verbessert wird und Schmerzen der Vergangenheit angehören werden. Das ist der richtige Weg zur „wahren Fitness“.

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